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IKKM Lectures | Cranachstr. 47, Salon

19. Januar |  19:00   |  Bettine Menke (Erfurt)

„Körperzeichen, sakrale Inskriptionen und Allegorien”


Zeichen werden durch den Bezug auf andere Zeichen hervorgebracht; das allegorische Zeichen tut dies im Modus der Zitation (eines anderen Zeichens), und es stellt diesen Bezug – den Bezug auf eine Vorgängigkeit, der es konstituiert und es in sich selbst spaltet – aus.

Diese allegorische Zeichenproduktion, d. i. eine Lektüre, trägt einen melancholischen Zug. Sie hat ein Pendant im Martyrium der Körper. Jene Semiose des Körpers, die diesen (dieses ‚Ding’) zum Zeichen macht, die das Martyrium vollzieht, entspricht der allegorischen.

Der Vortrag wird zur Exemplifizierung und Darstellung dieser Zeichenproduktion zwischen Theatralität, Ekphrasis, Deixis usw. (wohl) ein barockes Märtyrerstück beiziehen.
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