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IKKM Lectures | Cranachstr. 47, Salon

03. Februar |  19:00   |  Jirí Bystricky (Prag)

Medialität und Transparenz


Das Bild kann bestimmte Inhalte mit Hilfe eines formal geschlossenen Ganzen zeigen, durch die Verbindung von Linien, komplexeren Formen etc. im System des Sehens. Dieses System schließt bereits das Lichtspektrum ein, also auch den impliziten Träger des Raumes der Darstellung, der sich dadurch zeigt, dass es etwas zeigt. Der Begriff dagegen verfügt nicht über einen solchen Raum des Zeigens, er hat keine direkte Entsprechung in der Odnung des Lichts, verweist aber auf diese Ordnung. Lässt sich die begriffliche Erfassung eines »Gegenstandes« im Sichtbaren darstellen – im Bild?
Begriffe kopieren die verborgenen Analogien einer komplexeren Ordnung, die dem Realen vorhergeht und nur teilweise unsere alltägliche Wirklichkeit berührt (das Virtuelle). Begriffe kopieren nicht das Sehen, sondern Komplexität. Einen Begriff darzustellen bedeutet nicht, Bilder zu einer anschaulicheren Erklärung von Begriffen verwenden zu wollen, sondern den virtuellen Text der komplexeren Ordnungen »sichtbar« zu machen – in ihrer Medialität.

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