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IKKM Lectures | Cranachstr. 47, Salon

23. November |  19:00   |  Marc Rölli (Berlin/Istanbul)

»Wir brauchen Gründe, um an diese Welt zu glauben« - zu einer pragmatischen Theorie der Situationen


Seit geraumer Zeit und im Gefolge der cultural turns verbindet sich mit der Idee des »situierten Wissens« eine Depotenzierung des universalistischen Anspruchs der Vernunft, zeitlich und räumlich indifferent zu sein. Ein Wissen, das nur als situiertes Wissen ist, was es ist, kann nicht länger überall (und jederzeit) in gleicher Weise Geltung oder auch nur Relevanz beanspruchen.
Im Rahmen seiner Logik hat John Dewey eine Situationstheorie entworfen. Sie besagt, dass logisches Denken per se situationsbezogen operiert: das heißt, sofern wissenschaftliche Forschungsprozesse problemorientiert sind, d.h. Lösungen für Probleme entwickeln. Dieses Konzept stellt eine differenzierte Fassung des älteren, sogenannten »doubt-belief«-Schemas dar, das von Charles S. Peirce als genuin pragmatistisches entworfen wurde.
In dem Vortrag werden die Grundzüge der Situationstheorie rekonstruiert und in einen Zusammenhang mit den Machtfragen gestellt, die im Rahmen der aktuellen Diskussionen um die »Lokalisierung« kursieren.


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