Playtime

Lorenz Engell: Playtime. Münchener Film-Vorlesungen. Konstanz: UVK 2010 (= Kommunikation audiovisuell, Bd. 39)
296 S., broschiert, ISBN 978-3-89669-677-9

Lorenz Engell: Playtime Filme werden nicht nur gemacht, sondern sie machen selbst, sie behandeln nicht nur, sondern handeln selbst, sie werden nicht nur gespielt, sie spielen selbst: Playtime.

Filme entwickeln eigene Absichten und Ansichten. Sie sind eigenwillige Anordnungen, die Menschen, Dinge und Zeichen umfassen. Sie organisieren Licht und Klang, Zeit und Raum.

Filme geben außerdem Anordnungen, diesseits und jenseits der Leinwand. Analysen herausragender Filmwerke von „Birth of A Nation“ bis „Eternal Sunshine of A Spotless Mind“ versuchen hier, diesen Anordnungen einzeln und aufmerksam nachzugehen.

Filme fordern aber auch eine neue Art des Respekts vor dem bewegten Bild. Geschichte, Theorie und Analyse des Films haben wir nämlich immer dazu benutzt, unser Wissen über Film fortzuentwickeln. Der Film war unser Objekt. Jetzt aber soll es darum gehen, das Wissen freizulegen, das der Film selbst erzeugt und verkörpert. Die thematischen Vorlesungen skizzieren, was der Film weiß: über Welt und Mensch, über Geschichte, Glück und Gedanken.
 

Inhalt

I
Filme als »Welt-Anschauung« … 9
Filme und ihre Geschichte(n) … 31
Solange es Menschen gibt. Kinematographische Anthropologie … 55
Die Agentur des Glücks … 83
Bewegen, Denken, Sehen. Der Kinematograph als philosophische Apparatur bei Henri Bergson und bei Gilles Deleuze: Eine Einführung … 113
Zum Denken ins Kino. André Bazin und Gilles Deleuze … 137

II
David Wark Griffith: The Birth of a Nation. Die Herrschaft des Sichtbaren über das Unsichtbare … 163
Jean Renoir: La graden illusion. Die Republik der Bilder … 183
Federico Fellini: La dolce vita. Film als existenzielle Anordnung … 205
Playtime. Die Filme Jacques Tatis. Das Mechanische, das Lebendige und das Kinematographische … 227
Stanley Kubrick: The Shining. Szenographien des Schreckens … 253
Michel Gondry: Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Eine kleine Philosophie des Veschwindens im Film … 277
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