Die Medien und das Neue

Daniela Wentz (Hg.); André Wendler (Hg.): Die Medien und das Neue. Marburg: Schüren 2009
282 S., broschiert, ISBN 978-3-89472-676-8

Wie ist in der Welt die Produktion von etwas Neuem möglich? Das ist die Leitfrage der Beiträge des vorliegenden Bandes. Dabei zeigen sich Medien als laborartige Versuchsanordnungen, in denen zum einen Dinge, Menschen, Technologien, Wissen und Handlungen zu Konstellationen zusammengeführt werden, die Neues ermöglichen. Zum anderen machen Medien aber das Neue überhaupt erst als solches beobachtbar und werden damit zur doppelten Bedingung des Neuen.

Der Band versammelt ausgewählte Beitrage des 21. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums, welches in Weimar vom 17.–19. März 2008 stattfand.
 

Inhalt

Einleitung
Daniela Wentz und André Wendler

Kontaktieren. Zur medialen Begegnungszone von Visualität und Taktilität
Lisa Gotto

Frauen am Steuer. Zur Rekursivität des Videoclips am Beispiel von Madonnas What It Feels Like For A Girl
Matthias Weiß

»... als Kläranlage gewissermaßen« Im Schwarzen Kanal der Entsorgung des Fernsehens folgen
Ingo Landwehr 

KatastroGraphien. Zur Verknüpfung von städtischer und menschlicher Katastrophe in Spike Lees 25th Hour
Silke Roesler

»Liveness« Theater, Oper, Kirche, Kino und Fernsehen zwischen Medialität und Konventionalität
Stefan Bläske

(Be-)gründungen und Figurprobleme. Marshall McLuhans Denken über Medien und seine Folgen
Florian Sprenger

Ist der Tonfilm ein Monster? Antonin Artaud und die Unmöglichkeit des sprechenden Films
Jan Philip Müller

Schon immer im falschen Film? Literarische Utopien und das ›Neue‹ im alten Medium Schrift
Sebastian Höglinger

Blue Screen. Spuren des kinematografischen Dispositivs in Kerry Conrans Sky Captain and the World of Tomorrow und Derek Jarmans Blue
Dennis Göttel

Wie neu ist das Videobild? Reflexivität und Unschärfe
Adina Lauenburger

Das neue Fernsehen und die Historizität des Dispositivs
Daniela Wentz

Stadt Land Favela. Raumkonzepte des neuen brasilianischen Films
Martin Schlesinger

Mediale Mythologien. Peter Greenaways The Tulse Luper Suitcases
Axel Roderich Werner

Die Leerstelle in Film und Wahrnehmung
Valerie Deifel

Filmischer Realismus als narrative Form
Guido Kirsten

Stuntmen/Stuntwomen
André Wendler

Computerspiele als Träger politischer Bedeutungsangebote
Niklas Schrape 

Tanzen zum Soundtrack der Demokratisierung. Zum Verhältnis von Männlichkeit, Weißsein und Deutschsein in Alle lieben Peter (BRD 1959, R: Erich Engel)
Maja Figge 

Digitale Technik. Die Demokratisierung der populären Musik?
Jobst Miksche 

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