SENIOR FELLOW

Ludger Schwarte

Senior Fellow von Oktober bis Dezember 2008
geb. 29.12.1967 in Münster/Westfalen

1987–1993: Studium der Philosophie, Literatur und Politologie in Münster, Berlin und Paris
1993: Diplome d’Études Approfondies in Philosophie an der Universität Paris I (Panthéon-Sorbonne). Prädikat: « Très bien »
1993–1999: Dozent (« Chargé de Cours »), Universität Paris 8 (Saint-Denis)
1997: Promotion im Fach Philosophie, FU Berlin. Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann. Prädikat: »Summa cum laude«
2007: Habilitation, FU Berlin. Venia Legendi für Philosophie. Titel der Habilitationsschrift: »Der Öffentliche Raum. Studien zur Philosophie der Architektur.«
2000 Koordinator des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Körper-Inszenierungen" der Freien Universität Berlin
2001–2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, SFB »Kulturen des Performativen«, Freie Universität Berlin
seit 4/2006 Assistenzprofessor (FAG-Assistenzprofessur »Theorie der Bilder«), Universität Basel, NFS Bildkritik


Arbeitsschwerpunkte

  • Ästhetik
  • Politische Philosophie
  • Wissenschaftsgeschichte
  • Architekturphilosophie
  • Philosophie des Rechts


Aktuelle Forschungsvorhaben

  • Forschungen zur entstehenden Experimentalwissenschaft, insbesondere zur Anatomie im 17. Jahrhundert: »Die Evidenz des Universellen«
  • Forschungen zur Theorie des Bildes: »Die nackte Wahrheit«
  • Politische Philosophie in der Nachfolge der Kritischen Theorie und Michel Foucaults: Theorie der (direkten) Demokratie


Forschungsprojekt am IKKM

»Die Nackte Wahrheit – Vorüberlegungen zu einer Theorie des Bildes«
Um zu zeigen, weshalb das Thema der Nackten Wahrheit für eine Theorie des Bildes relevant ist, werde ich in einem ersten Schritt aktuelle Bildtheorien resümieren. Diese sind sich, soweit ich sehe, darin einig, daß Bilder sichtbare Strukturen sind, die sich von Bildträgern als ihren Medien abheben.
In einem zweiten Schritt werde ich mich an einer Kritik dieser Bild-Metaphysik versuchen, denn Bilder eröffnen nicht nur eine zusätzliche virtuelle Realität, sondern ermöglichen in anderer Weise als Sätze und Zahlen die Erkenntnis der Welt. Ausgangspunkt dieser Erkenntnis sind die performativen Qualitäten des physischen Bilddinges.
Das wird mich in einem letzten Schritt zur Nackten Wahrheit führen, und zwar weil der Versuch, einen möglichst präzisen Bildbegriff zu entwickeln, die Frage berücksichtigen sollte, wann denn Bilder besonders relevant werden. Wann ist die Befragung von Bildern für uns unumgänglich? Wann sind sie Artikulationen der Wirklichkeit? Aufgrund welcher Eigenschaften sind Bilder – Gemälde, Zeichnungen, Photos, Standbilder, Filme etc. – Wahrheitsfähig? Diese Frage wird die Bildkritik über Illusions- und Simulationstheorien hinausführen – hin zur Bedingung der Möglichkeit einer Nackten Wahrheit.
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